Nachhaltige Energie- und Umweltpolitik

Jedes Jahr wird Energie im Wert von rund 15 Milliarden Euro nach Hessen importiert, der größte Teil davon in Form von Erdölprodukten oder Erdgas - ein großer Teil davon aus Ländern mit fragwürdiger Sicherheitslage. Die Verbrennung von fossilen Brennstoffen zur Energieerzeugung verursacht einen hohen Anteil von Schadstoff-, Feinstaub- und CO2-Emissionen. Kernenergie kommt zu großen Teilen aus immer älter werdenden Kraftwerken, die zunehmend ein Sicherheitsrisiko darstellen. Zudem sind auch die für die Herstellung von Kernbrennstäben notwendigen natürlichen Stoffe nur begrenzt vorhanden und die Endlagerung des gefährlichen Atommülls weiterhin ungeklärt. Selbst konservative Kreise sehen in Atomenergie bestenfalls eine Brückentechnologie.

Die Zukunft liegt im größtmöglichen und schnellstmöglichen Einsatz von erneuerbaren Energien, die umweltfreundlich und dauerhaft unsere Energieversorgung sichern können. Viele anerkannte Studien belegen: Eine 100%-ige Energieversorgung mit erneuerbaren Energien ist möglich. Die Stärke der erneuerbaren Energien liegt in der Dezentralität. Damit sind auch Kreise und Kommunen in der Verantwortung, diese Möglichkeit der Energieversorgung offensiv zu fördern.

Dies ist in Bad Soden in der Vergangenheit eindeutig versäumt worden.

Während in fast allen Kommunen in unserer direkten Umgebung der Bau von privaten oder gemeinschaftlichen Solaranlagen (Bürgersolaranlagen) unterstützt wurde, hat sich die Mehrheit der Stadtverordneten in Bad Soden allen Bestrebungen in dieser Richtung bisher widersetzt. Bad Soden bildet im Main-Taunus-Kreis das Schlusslicht in Bezug auf die erzeugte Solarenergie in KWh je Einwohner.

Dies muss sich ändern.

Hier muss die Kommune zum Vorreiter und guten Beispiel für die Bürger werden. Die SPD Bad Soden wird sich deshalb stark machen für:

  • Unterstützung der Bürgerinnen und Bürger beim Bau von Energiegewinnungsanlagen durch besseren Zugang zu Information und Beratung auch in Bezug auf öffentliche Fördermittel
  • Bereitstellung von kommunalen (Dach-) Flächen für Bürgersolaranlagen 
  • Erstellung einer Satzung zum nachhaltigen Umgang mit Energie für das gesamte Stadtgebiet (Energiesatzung) sowie Etablierung eines Energie-/Umweltbeauftragten der Stadt
  • Schulung des städtischen Personals in Bezug auf sparsamen Umgang mit Energie
  • Einführung von Zuschüssen für Energieberatung, Abwrackprämien für alte Öl- und Gasheizungen
  • Selbstverpflichtung der Stadt in Bezug auf öffentliche Gebäude, Einrichtungen und den kommunalen Fuhrpark. Intensivierung der Anstrengungen im Rahmen der Aktion „100 Kommunen für den Klimaschutz" (Vorbildfunktion)
  • Künftige Sanierung der städtischen Liegenschaften nach modernsten Methoden zur Energiesanierung (Niedrig- oder Plus-Energiegebäude)
  • Motivation der ortsansässigen Firmen für die Qualifizierung für Arbeiten zum Klimaschutz
  • Ausrichtung eines Energietags zur Information der Bürger und Förderung des lokalen Handwerks
  • Einbindung aller relevanten Kräfte einschließlich:
    • Interessierte Bürger, wissenschaftliche Einrichtungen der Region (z.B. TU, FH, etc.)
    • Mitarbeiter der Stadtverwaltung
    • Schornsteinfeger
    • Einheimisches Gewerbe
    • NABU und weitere Vereine
    • Forstamt, Untere Naturschutzbehörde
    • Schulen und Kindergärten

Der behutsame Umgang mit unserer Natur, der bestehenden Landschaft und den wertvollen Ressourcen, die uns in Bad Soden zur Verfügung stehen, ist ein Ziel unserer Politik.

Wir wollen ein lebens- und liebenswertes Bad Soden bewahren.

Wir wollen:

  • die Natur im Einzugsgebiet unserer Stadt schützen und vor weiteren schädigenden Eingriffen bewahren
  • einen städtischen Katasterplan für Landschaftsschutzgebiete und Naherholungsgebiete erstellen
  • die Quellen Bad Sodens erhalten, pflegen und bekannter machen
  • zum Bau von Zisternen bei Neubauten anregen und diese Maßnahmen fördern
  • die Trinkwasserversorgung soweit als möglich durch eigene Quellen sichern
  • eine fußläufige Anbindung des Regionalparks im Bereich zwischen B 519/B 8 und Roter Mühle einrichten
  • den Erhalt, Einrichtung und Pflege von Streuobstwiesen fördern
  • die rechtssichere Ausweisung von Flächen für wohnungsferne Gärten (Kleingärten) für unsere Bürger im Einklang mit den Rahmenbedingungen der Naturschutzbehörden vorantreiben
  • eine neue Baumschutzsatzung erstellen und einführen

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Info

Wahlkampfauftakt 2011

Kontakt

Jan Willemsen
Vorsitzender
SPD OV Bad-Soden
Am Hübenbusch 13
65812 Bad Soden

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