Familien- /Kinder- /Jugend- und Seniorenpolitik
Bad Soden ist auf Grund seiner Lage sehr beliebt bei jungen Familien. Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu schaffen ist ureigenste SPD Politik. Wir fordern deshalb, in Bad Soden ausreichend Betreuungsplätzen für alle Altersgruppen über das gesetzlich geforderte Maß hinaus zu schaffen. Zudem würde es einer Stadt wie Bad Soden gut zu Gesicht stehen, diese Betreuungsplätze kostenfrei anzubieten oder zumindest den städtischen Zuschuss so anzugleichen, dass Einrichtungen, die besser wirtschaften auch entsprechend mehr davon haben.
Bei Planung und Bau der neuen Grundschule Süd auf dem Sinai-Gelände ist von Anfang an auf die Einrichtung von Hortplätzen, bzw. die Einrichtung einer Ganztagsschule zu achten.
Neben den Kleinsten ist in Bad Soden in den letzten Jahren immer wieder das Thema Kinder- und Jugendpolitik in den Vordergrund gerückt, weil sich Jugendliche mangels Alternativen im Kurpark zusammentreffen, um dort rumzuhängen (zu „chillen") und der Spaß leider oft in unkontrolliertem Alkoholkonsum und Randalen geendet hat. Viele Bürgerinnen und Bürger aus Bad Soden sehen dies als große Belästigung an, welche ihrer Meinung nach abzustellen ist! Wir fordern hier keine Verbote, die vermutlich sowieso nichts bringen, sondern die Schaffung echter Alternativen.
Für die Jugendlichen in Bad Soden und Umgebung muss ein Raum geschaffen werden, in dem sie sich treffen und chillen können. In dem sie lernen können, als Gruppe Verantwortung zu übernehmen. Auch müsste es mehr Angebote geben, an denen die Jugendlichen teilnehmen können. Bad Soden bietet so viele Möglichkeiten, gerade im Sommer, um jedem Programm und Abwechslung zu bieten.
Man könnte zum Beispiel bei den Brennpunkten im Park Präsenz zeigen, indem Fußballspiele organisiert oder Netze zum Volleyball-Spielen aufgestellt werden. Auf diese Art werden unkontrollierte Jugendliche ihrer Bühne beraubt, indem man als geschlossene Gruppe auftritt und Ihnen die Möglichkeit gibt sich anzuschließen.
Im Jugendforum haben die Jugendlichen nach einem Raum / Gebäude gefragt, in dem Konzerte stattfinden können, in dem man sich abends treffen kann, um abzuhängen und ab und zu mal ein Bierchen zu trinken. Daher sollte man schauen, ob Bad Soden nicht einen geeigneten Raum hier zur Verfügung stellen kann.
Wir sind der Meinung, dass man das „Jugendproblem" nicht einfach mit einem polizeilichen Großeinsatz lösen kann. Im Gegenteil hat dieses eher mehr Jungendliche nach Bad Soden gelockt, um weiter provozieren zu können.
Die Kinder in Bad Soden brauchen ebenfalls mehr Aufmerksamkeit, gerade am Nachmittag und vor allem in den Ferien. Das Jugendcafe ist eine sehr gute Möglichkeit für ältere Kinder / Jugendliche an Nachmittagsprogrammen teilzunehmen. Jedoch ist das Konzept, wie der Name schon sagt, eher auf Jugendliche abgestimmt. In Bad Soden werden zwar Ferienspiele veranstaltet, jedoch leider nur 3 - 6 Wochen und die Teilnehmerzahl ist sehr begrenzt. Nun gibt es ja auch noch Herbstferien, Weihnachtsferien und Osterferien, in denen die Kinder leider nicht gefördert werden. Hier kann die Einführung eines „Ferienpasses" ansetzen. Damit wird Kindern und Jugendlichen in den Ferien die Möglichkeit gegeben, Freizeitaktivitäten kostenfrei zu nutzen. Es ist einleuchtend, das diese Kinder- und Jugendförderung viel Zeit und vor allem Geld der Stadt Bad Soden in Anspruch nimmt, jedoch ist dies einen Investition in die Zukunft!
Neben den Kindern und Jugendlichen sind auch die Senioren nicht zu vergessen, die auf Grund des demografischen Wandels eine immer größere Gruppe bilden. Hier überlässt die Stadt Bad Soden die Seniorenpolitik den Kirchen und Vereinen. Wir begrüßen selbstverständlich das Engagement der Kirchen und Vereine und wollen dies auch fördern. Es fehlt aber offensichtlich an einer übergreifenden Koordination der Aktivitäten. Dies könnte die Stadt gut zentral leisten.
Als ein Beispiel konkreter Seniorenpolitik sei die Einrichtung eines Internetcafés und Seniorentreffs wie in Frankfurt Höchst genannt.
Um den Bogen zur Jugend zu schlagen und die Generationen besser zu verbinden, schlagen wir die Einrichtung eines Mentoren Programms vor, in dem Senioren Aktivitäten von Jugendlichen entsprechend begleiten.
Ein weiteres wichtiges Thema ist die Schaffung eines „Barrierefreien Bad Soden". Hier setzt die Stadtverwaltung bei Baumaßnahmen an Straßen schon eine Menge um (Absenkung von Bürgersteigen, Einrichtung von „Reibeflächen" für Sehbehinderte Menschen usw.). Es sind allerdings immer noch sehr viele Treppen in Bad Soden und den Stadtteilen vorhanden, wo man beispielsweise den Bau von Rollflächen prüfen sollte. Zudem ist bei Genehmigung von Neu- und Umbauten auf eine barrierefreie Gestaltung von Eingangsbereichen usw. zu achten.
Wir wollen:

Jan Willemsen
Vorsitzender
SPD OV Bad-Soden
Am Hübenbusch 13
65812 Bad Soden
E-Mail