SPD kritisiert Pläne der Stadt zur Weihnachtsbeleuchtung und fordert mehr Einsparungen – „Weniger ist mehr, ein klares Zeichen für Energieeinsparung und Klimaschutz ist nötig“

Die SPD Bad Soden fordert zumindest eine stärkere Reduzierung der Weihnachtsbeleuchtung in der Stadt und bedauert, dass ihre dahingehenden Vorschläge nicht beachtet wurden.

Dr. Martina Helmerich

Die bisherigen Pläne der Stadtverwaltung sehen derzeit nur minimale Veränderungen vor. Statt zehn Stunden am Tag wie in früheren Jahren soll die Weihnachtsbeleuchtung immer noch acht Stunden am Tag brennen. Die SPD hält hier deutlich stärkere Einsparungen für möglich und in der aktuellen Situation für geboten. Sie fordert von der Stadt ein klares Signal an die Bürger und eine stärkere Bereitschaft zum Energiesparen. „Wir wissen, dass durch eine stärkere Reduzierung nur wenig Strom eingespart wird und die Aktion vor allem symbolisch ist. Aber die bisher geplante Lösung setzt ein fatales falsches Signal. Warum sollten Bürger diesen Winter bei Heizung und Strom sparen, wenn ihnen schon die Stadt vormacht, dass Energieverschwendung offensichtlich kein Problem ist“, erklärt die stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende Martina Helmerich.

Die Weihnachtsbeleuchtung soll ab dem ersten Adventssamstag (26. November) täglich insgesamt acht Stunden aktiviert werden, und zwar am frühen Morgen und erneut am Abend. Technisch ist der Stromversorger Syna für das Ein- und Ausschalten der Weihnachtsbeleuchtung nach den Vorgaben der Stadt zuständig.

Eine deutliche Reduzierung ist nach Einschätzung der SPD ohne großen Aufwand machbar. Zum Beispiel könnte man die Weihnachtsbeleuchtung morgens weglassen und abends deutlich verkürzen. Wenn die Stadt hier mit gutem Beispiel vorangeht und entsprechend kommuniziert, dann animiert das die Bürgerinnen und Bürger. Auch mit weniger Lichterketten und Objekten an den Häusern und Wohnungen lässt sich ein stimmungsvoller Advent gestalten. Wenn alle mitmachen, würde das in der Summe den Stromverbrauch senken und uns allen über den kritischen Winter helfen.

„Wir als SPD wollen niemandem die Freude an der Advents- und Weihnachtszeit vermiesen. Wir glauben aber, dass unter den heutigen Gegebenheiten weniger mehr ist. Jeder kann einen Beitrag zum Energiesparen und für den Klimaschutz leisten. Die Stadt Bad Soden sollte hier mit gutem Beispiel vorangehen und keine halben Sachen machen“, erklärte Martina Helmerich.